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Besucherinnenkurs (Erfahrungsbericht)

Für die beiden Tage 5. und 6. Juni war ein Besucherinnenkurs ausgeschrieben. Weil ich mich schon lange mit dem Gedanken beschäftige, Frauen, welche an Brustkrebs erkrankt sind zu begleiten, habe ich mich entschlossen mich zu diesem 2-tägigen Kurs anzumelden.
Gespannt führ ich am Donnerstag nach Brunnen. Was wird mich wohl alles erwarten, was werden wir 12 Frauen aus verschiedenen Gebieten der Schweiz lernen?
Susi Gaillard war unsere Kursleiterin. Sie hatte uns bei einem Kaffee mit Gipfeli am See empfangen. Anschliessend haben wir uns in unserem Seminarraum getroffen. Zum Anfang haben sich immer 2 Frauen zusammengesetzt und sich gegenseitig vorgestellt, nachher haben wir einander in der Runde vorgestellt. Somit konnten wir etwas ganz Wichtiges lernen, nämlich "aktives Zuhören". Es ist sehr wichtig, dass wir die Frau, welche wir besuchen, dort abholen wo sie steht, ihre vielen Sorgen und Ängste anhören und uns für sie interessieren. Sollte die Patientin gerade Besuch haben, so bitten wir vielleicht, dass uns der Besuch ein paar Minuten alleine lässt, vielleicht will aber die betroffene Frau auch, dass z.B. ihr Ehemann, ihre Tochter oder der Sohn dabei sind. Auch für die Angehörigen ist es ein grosses Stück Arbeit, sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen.
Es ist wichtig, dass wir Besucherinnen keine medizinischen Ratschläge erteilen, denn dazu ist der Arzt zuständig. Vielleicht will die Besuchte wissen, wie es bei uns gewesen ist. Ich könnte z.B. sagen "bei mir sind es schon bald 3 Jahre her und es geht mir gut, ich fühle mich wohl", das wird ihr vielleicht Mut geben. Wir sollen nicht unsere Krankengeschichte erzählen, nur gezielt auf Fragen antworten. Ihr auch Mut machen, sich an die Ätzte zu wenden mit ihren Fragen.
Wir bringen der Betroffenen verschiedene Broschüren mit. Falls die Brust amputiert werden musste, geben wir auch eine erste Prothese gratis ab und zeigen der Frau, wie sie diese anwenden kann. Weiter machen wir sie darauf aufmerksam, dass die definitive Prothese von der IV oder AHV bezahlt wird.
Was mir auch ganz wichtig wurde: dass ich mich als Besucherin schütze, dass ich auch auf mich, meine Situation und meine Grenzen der Belastbarkeit Rücksicht nehme. Ich muss nicht jederzeit für die Frau da sein, ich darf ihr auch sagen, von wann bis wann ich erreichbar bin.

Für mich hat sich der Kurs gelohnt. Ich durfte Vieles lernen. Ich freue mich auch auf die Aufgabe als Besucherin und danke Susi ganz herzlich für diese Arbeit, welche sie leistet für uns Frauen.
Auch das Hotel war natürlich gut, wir wurden verwöhnt und haben uns wohlgefühlt.
Heidi
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Die Besucherin von LEBEN WIE ZUVOR wird von der Stationsleiterin begrüsst ...
... und informiert eine Patientin über die Hilfsangebote des Schweizer Vereins für Frauen nach Brustkrebs.
:)