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Besucherin sein – eine schöne Aufgabe

An der ersten Tagung von LEBEN WIE ZUVOR, die ich besuchen konnte, habe ich viel über die Aufgaben der Besucherin gehört. Und ich habe beschlossen, auch eine Besucherin zu werden. Das ist jedoch schneller gesagt, als getan! Der gute Wille dazu genügt noch nicht. Es gelten recht strenge Richtlinien und ich absolvierte zuerst den 2-tägigen Kurs bei Susi Gaillard. In diesem Kurs habe ich sehr viel gelernt.

Als Besucherin muss ich gut zuhören können. Nicht das "gut-reden-können" ist wichtig, nein, das gut Zuhören ist das Wichtigste. Und eine Besucherin muss viel Zeit mitbringen. Das Abgrenzen lernen ist jedoch auch ganz wichtig, denn wem nützt es, wenn ich ausgebrannt bin? Da kann ich niemandem mehr helfen.

Welche Aufgaben übernehme ich als Besucherin?

Wenn ich vom Spital eine Meldung bekomme, bereite ich mich innerlich auf den Besuch vor und nehme mir viel Zeit dazu. Die Schwester nennt mir nur den Namen, vielleicht das Alter der Patientin. Mehr brauche ich nicht zu wissen, die Krankengeschichte geht mich nichts an. Ich gehe zu ihr als Gleichbetroffene. Ich bin weder eine medizinische noch eine therapeutische Fachfrau. Ich bin einfach eine Frau, die das Gleiche erlebt hat, und aus eigenem Erleben Mut und Hoffnung geben möchte.

Ich bin auch nach dem Spitalaustritt da, und ich begleite die Frau, wenn sie es wünscht, später zum Prothesenkauf oder zu allfälligen Nachbehandlungen.

Inzwischen sollten wir eigentlich in jedem Spital, auf jeder Abteilung und auch bei jedem Arzt bekannt sein. Jede Krankenschwester sollte unser Faltblatt abgeben und der Patientin anbieten, den Kontakt zu einer Besucherin herzustellen. An vielen Orten funktioniert dies gut, an anderen leider immer noch nicht.

Seit einigen Jahren bin ich nun schon Besucherin und habe viele liebe Frauen kennen gelernt. Auch wenn sie nicht immer ganz leicht ist, möchte ich diese Aufgabe nicht mehr missen. Es ist nämlich ein echtes Geben und Nehmen daraus entstanden und ich möchte mich, solange es meine Kraft erlaubt, einsetzen für Frauen, die das Gleiche erleben müssen wie ich es vor 8 Jahren erlebt habe. Viele der besuchten Frauen kommen auch in unsere Selbsthilfegruppen und engagieren sich ihrerseits wieder. So kann das Netz der Selbsthilfe immer weiter gespannt werden und zum Tragen kommen.

Irène

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Die Besucherin von LEBEN WIE ZUVOR wird von der Stationsleiterin begrüsst ...
... und informiert eine Patientin über die Hilfsangebote des Schweizer Vereins für Frauen nach Brustkrebs.
:)