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Vor bald 20 Jahren hat Frau Christine Bühler diese Zeilen geschrieben. Sie sind immer noch sehr wichtig und werden hoffentlich von vielen Betroffenen und Nichtbetroffenen gelesen.

Besucherinnen des Vereins LEBEN WIE ZUVOR
Gedanken aus der Sicht einer angehenden Sozialarbeiterin Christine Bühler-Wyss

Während meiner Ausbildungszeit zur Sozialarbeiterin absolvierte ich ein Praktikum auf einer Onkologie-Abteilung eines grossen Spitals. Ich begegnete verschiedenen Frauen mit Mamma-Karzinomen, die sich einer stationären oder ambulanten Therapie unterziehen mussten. Die Arbeitstagung des Vereins "LEBEN WIE ZUVOR" in Thun (1993) und meine Diplomarbeit mit dem Titel "Frauen mit Brustkrebs - aus Sicht der Sozialarbeit" eröffneten mir nochmals einen anderen Zugang zu betroffenen Frauen.

Mit den verschiedenen Aspekten der Thematik vor Augen bin ich überzeugt, dass neben kompetenter Pflege und Betreuung durch Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Therapeutinnen und Therapeuten usw. auch sozialarbeiterische Interventionen, die die Unterstützung in materiellen und psychosozialen Problemlagen zum Ziel haben, die Situation der betroffenen Frau verbessern können.

All die vorgenannten Fachpersonen sind wichtig und nicht wegzudenken. An der erwähnten Tagung und auch aus dem Gespräch mit zahlreichen Frauen gewann ich die Überzeugung, dass auch Besucherinnen ein wichtiger Platz zusteht, weil Betroffene und Nichtbetroffene erfahrungs und erlebnismässig nicht auf derselben Seite stehen. Die neubetroffene Frau kann sich unter Gesunden einsam fühlen. Dies ist wohl der Grund, dass viele Frauen berichten, wie hilfreich der Besuch einer Gleichbetroffenen für sie war. Die Verständnisebene war eine andere.

Meiner Meinung nach müsste der Einsatz der Frauen der Selbsthilfeorganisation von den "Profis" sehr ernst genommen werden. Vor allem auch, weil sich die Besucherinnen in keiner Weise als Konkurrenz des medizinischen Personal sehen und sich niemals in medizinische Belange einmischen. Ich möchte Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal dazu auffordern, alle Frauen auf die Existenz der Selbsthilfegruppen und deren Besuchs-Dienst für Neubetroffene aufmerksam zu machen. Auch die Frauen der Selbsthilfeorganisation möchte ich ermutigen, ihrerseits immer wieder sich und ihre Gruppenaktivitäten zur Sprache zu bringen.
Selbstverständlich kann die Patientin entscheiden, ob sie vom Angebot Gebrauch machen will oder nicht.

Wenn sie es nicht weiss, kann sie nicht wählen.
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Die Besucherin von LEBEN WIE ZUVOR wird von der Stationsleiterin begrüsst ...
... und informiert eine Patientin über die Hilfsangebote des Schweizer Vereins für Frauen nach Brustkrebs.
:)