Papillon:
Die Launen des Sommers…
…Überall ein geschäftiges, mehr oder weniger fröhliches Tun… …die Einen bringen ihre Hausmieze ins Katzenheim (im guten Glauben und nicht wissend, dass ihr Liebling dort wieder auf den aggressiven Kater vom Vorjahr trifft..!)…
…die Anderen polieren ihr Wohnmobil auf Hochglanz und stellen mit Schrecken und definitiv zu spät fest, dass der Kühlschrank und das Sitzpolster in der sonst so gemütlichen Sitzecke noch immer nicht repariert worden sind…
…im Hause nebenan das gleiche Ritual wie jeden Sommer, Nonna gibt gestikreiche und nicht minder laute Anweisungen aus dem Fenster, wie genero das jährlich grösser werdende bagaglio per il grande viaggio nach Italien, im neuen Smart verstauen soll…
…der ewig junge Junggeselle übt sich in seiner Garage, bei offenem Tor versteht sich (!), im zeitlichen Rekord-Aufstellen seines Mini-Mini-Hauszeltes und ist völlig frustriert, dass der Timer zum x. mal losgegangen ist, bevor sein Zweier-Haus aus Stoff auch nur annähernd einem Zelt gleicht, und somit seine Aussichten, dem weiblichen Geschlecht Eindruck zu machen, für ein weiteres Jahr auf ein erbärmliches Minimum gesunken sind…
…typische Reisevorbereitungs-Symptome zeigen auch die drei älteren, überdurchschnittlich gebildeten Damen, indem sie pünktlich zum Sommeranfang massenweise Reiseführer in Taschenbuchformat nach Hause schleppen, um diese schlussendlich dann doch nicht zu lesen. Obwohl sie mit absolut niemandem Kontakt pflegen, weiss es der Bäcker genauso wie der Metzger und der Gemüsehändler…klar, das Damentrio pilgert wie jedes Jahr zu den heiligen Stätten des Franz von Assisi…
… das junge Pärchen, inzwischen verheiratet und wie eh und je in ich-hab-recht-Stimmung, denn sie will in den Süden, und er in die Berge! Der lautstarke Knatsch hört fast niemand…man einigt sich auf getrennte Ferien, obschon sich beide spätestens nach drei Tagen wieder in die Arme fliegen und den Rest des Urlaubs wie frisch Verliebte im Wellness-Hotel im Engadin verbringen…
…Oma und Opa Kleinlich beobachten diese Szenarien von ihrem Dachfenster aus und freuen sich alljährlich wie kleine Kinder darauf, obwohl sie sich regelmässig in die Haare geraten, nur weil Opa Kleinlich immer wieder und beharrlich betont, dass die Kleine von nebenan (sie ist inzwischen 18 geworden!!) einfach süss aussieht…!
…eine Ausnahme machen da vielleicht die neu zugezogenen Eigenheimbesitzer vom höher gelegenen grünen Anwesen mit dem riesigen schlangenförmigen Pool vor dem Haus. Ruhig und fast unhörbar fährt die Taxi-Limousine vor und weg sind sie, …Richtung Flughafen…
Auch wenn diese Episoden nur zum schmunzeln sind, ein wahrer Kern ist wohl darin verborgen. Nicht immer ist der Ferienbeginn nur eitle Freude, vielleicht ist er getrübt von Sorgen und Kummer durch ein persönliches Ereignis, oder geprägt von Stress und Hektik im Beruf und dessen Nicht-los-lassen-können, oder sie liegen, vielleicht aus finanziellen Gründen, auch dieses Jahr einfach nicht drin!
Wie dem auch sei, das Leben kann wunderschön sein, ob zu Hause, auf einer Insel, auf einem anderen Kontinent oder sogar……
Zwischen Himmel und Erde
Die Sonne scheint, sanft weckt mich der Morgen - Ein neuer Tag, der so vieles mir verspricht. Ich fühle mich gut und ausgesprochen fit, ein zartes Lächeln schenk ich diesem Tag!
Doch nicht immer hält er was er auch verspricht - Die Müdigkeit, sie schleicht und kriecht daher. Ich fühle mich matt, kraftlos und erschöpft, ein kleines Grollen schenk ich diesem Tag!
Zwischen Himmel und Erde da bin ich zu Hause
Eine kleine Ruhepause, sie ist wie ein Antriebsrad – Sie versorgt mich rasch mit neuer Kraft. Ich erledige was zu tun ist mit viel Lust und Spass, ein leises Schmunzeln schenk ich diesem Tag!
Doch wie schnell ist das Mass wieder voll, zu voll – Der Schmerz, die Angst, sie beide umarmen mich. Ich spüre den Rücken, die Beine, schwer wie Blei, ein banges Nachdenken schenk ich diesem Tag!
Zwischen Himmel und Erde das ist mein Zuhause
Die Sonne scheint, der Abend fängt mich wieder ein – Trotz allem, keiner dieser Tage möcht ich missen. Dankbar freue mich auf den nächsten Morgen, ein kleiner Traum schenk ich dieser Nacht!
Ich deck mich zu und schlafe ein in meinem Zuhause zwischen Himmel und Erde Herzlichst euer Papillon
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