Eva aus dem Appenzellerland:
Öppis zum Schmunzle (aus dem Bulletin Nr. 15)
Immer wieder werde ich angefragt, den einen oder anderen Lehrer zu vertreten, der Militärdienst leisten muss. So hatte ich letzthin Schule zu halten mit einer sehr lebhaften vierten Klasse. Turnen war angesagt. Für dieses Fach lasse ich mich gerne durch meine sportbegeisterten Söhne beraten. Diesmal hatte mir Reto (12jährig) beim Vorbereiten geholfen. Er wollte mir auch gleich in der Turnstunde assistieren. Weinlaufen und Einturnen zu moderner, fetziger Musik.; Dehnen, - Strecken- Hüpfen – Springen. Klar, dass auch ich mein Bestes gab und eifrig mitturnte!
Wir kamen alle ins Schwitzen. Eine kurze Pause war wohlverdient. Ich eilte zur Musikanlage, um die Kassette zu stoppen. Doch – mich traf fast der Schlag – im Kasten, neben der Musikanlage, lag meine Brustprothese…..! Wie kam denn die dahin? Unwillkürlich kontrollierte ich meinen linken Busen. Tatsächlich, alles fühlte sich flach an! Ich liess mir nichts anmerken und führte die Turnstunde zuende. Möglichst unauffällig nahm ich am Schluss die Prothese wieder an mich.
Auf dem Heimweg erklärte mir mein Bub: „Mami, du hast dein Brüstli verloren und einfach nicht wieder an dich genommen. Da musste ich es halt irgendwie wieder versorgen.“ Natürlich hatten einige Schüler das komische „Ding“ bemerkt und wollten bei Reto einen Augenschein nehmen. Er habe aber keine langen Geschichten gemacht, und den Gwundrigen erklärt: „Ach, das ist ein modernes Kleiderpolster!“….
Und die Moral von der Geschicht: In den Turnstunden trag deinen Lieblings-BH nicht, …. sondern wohlweislich einen mit „Prothesenfütterli“!
Eva aus dem Appenzellerland
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