Home
Über uns
News
Agenda
Besucherinnen
Selbsthilfegruppen
Medizinische Infos
Erfahrungsberichte
Vermischtes
Das Bulletin
Forum
Schwarzes Brett
Kontaktboerse
links

netzhandwerk gmbh - net servicesnullundeins
H. Wenke, frei nach Erna Brombeck:

Legende von der Erschaffung einer Mutter

Als der liebe Gott die Mutter schuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien der Engel und sagte: „Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!“
Der liebe Gott sprach: „Hast du sie speziellen Wünsche auf der Bestellung gesehen? Sie soll pflegeleicht, aber nicht aus Plastik sein; sie soll 160 bewegliche Teile haben; sie soll Nerven wie Drahtseile haben und einen Schoss, auf dem zehn Kinder gleichzeitig sitzen können, und trotzdem muss sie auf einem Kinderstuhl Platz haben. Sie soll in einer überwiegend gebückten Haltung leben können für all die Sachen die am Boden herumliegen aufzuheben. Ihr Zuspruch soll alles heilen, von der Beule bis zum Seelenschmerz; sie soll sechs Paar Hände haben.“
Da schüttelt der Engel den Kopf und sagt: „sechs Paar Hände, das wird kaum gehen!“
„Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen“, sagte der liebe Gott, „aber die drei Paar Augen, die eine Mutter haben muss.“
„Gehören die denn zum Standardmodell?“ fragte der Engel. Der liebe Gott nickte: „Ein Paar, das durch geschlossene Türen blickt, während sie fragt: Was macht ihr denn da drüben? – obwohl sie es längst weiss. Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. Und natürlich noch die zwei Augen hier vorn, aus denen sie ein Kind ansehen kann, das sich unmöglich benimmt, und die trotzdem sagen: Ich verstehe dich und habe dich sehr lieb – ohne dass sie ein einziges Wort spricht.“
„O Herr!“ sagte der Engel und zupfte ihn leise am Ärmel, „geht schlafen und macht morgen weiter.“
„Ich kann nicht“, sagte der liebe Gott, „denn ich bin nahe dran, etwas zu schaffen, das mir einigermassen ähnelt. Ich habe bereits geschafft, dass sie sich selbst heilt, wenn sie krank ist; dass sie 30 Kinder mit einem winzigen Geburtstagskuchen zufrieden stellt; dass sie eine Dreijährige davon überzeugt, dass Knete nicht essbar ist; einen Sechsjährigen dazu bringen kann, sich vor dem Essen die Hände zu waschen, und übermitteln kann, dass Füsse überwiegend zu Laufen und nicht zu Treten gedacht waren.“
Der Engel ging langsam um das Model der Mutter herum. „Zu weich“, seufzte er.
„Aber zäh“, sagte der liebe Gott energisch. „Du glaubst gar nicht, was diese Mutter alles leisten und aushalten kann!“ – „Kann sie denken?“
„Nicht nur denken, sondern sogar urteilen und Kompromisse schliessen“, sagte der der liebe Gott, „und vergessen!“
Schliesslich beugte sich der Engel vor und fuhr mit einem Finger über die Wange des Models. „Da ist ein Leck“, sagte er. „Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht, zuviel in das Modell hineinzupacken.“
„Das ist kein Leck“, sagte der liebe Gott, „das ist eine Träne.“
„Wofür ist sie?“
„Sie fliesst bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Verlassenheit.“ „Ihr seid ein Genie!“ sagte der Engel.
Da blickte der liebe Gott versonnen: „Die Träne“, sagte er, „ist das das Überlaufventil.“

Viel Vergnügen beim Stöbern in unserer kleinen "digitalen Bibliothek"!
Hauptseite 'Vermischtes'

Unbekannt:
Vergiss nicht, wer du bist

Ein Geschenk des Himmels

Graziella:
Das kleine Glück

Die Kunst des Zuhörens

Autorin unbekannt:
Gedanken einer Seniorin

Annegret Kronenberg:
Der Rosenmonat

Nossrat Peseschkin:
Die Geschichte von der Traurigkeit

Khalil Gibran:
Von der Freude und dem Leid

unbekannt:
Mensch, du wirst alt!

Papillon:
Ein Ticket nach...

unbekannt:
Der Zug des Lebens

Traudl J.:
Das Thurgauerlied – aufrecht stehend vorgesungen...

Papillon:
Das kleine Glück in Not

Papillon:
Blickfang

Maeggie:
Ich träume davon

Olga Meier:
Der Regenbogen

Bea:
Zweimal Neuseeland Retour, bitte!

Der purpurfarbige Hut

Die vier Kerzen

sibylle:
winterspaziergang

Papillon:
Die Launen des Sommers…

Eva aus dem Appenzellerland:
Öppis zum Schmunzle

Krebs ist Post

Eva:
Hoffnung

Heike Busch:
Blumenkind

Simone:
Gebrochen

Papillon:
Traumreise

Dr. Christa Cerni:
Mozartkugel in Nerz

unbekannt:
Noahs Arche

Elli Michler:
Ich wünsche Dir Freude

Papillon:
Die Maske

Papillon:
Manege frei

Graziella:
Das Sternenkind

Fabel aus der Tierwelt:
Auf einander zugehen – einander helfen

Margret:
Einige Gedanken zur zurückliegenden Arbeitstagung in Brunnen

Sue Style:
The Theory and Practice of Brunnen

H. Wenke, frei nach Erna Brombeck:
Legende von der Erschaffung einer Mutter

Christel Klotz:
Engel im Alltag

Anna-Lena:
Wie der alte Baum eine ganz neue Welt entdeckte...

Amazone:
Vrüelinc!

Papillon:
Frühlingsvision

Rose Ausländer:
Der Engel in dir

Ladina:
Ich glaube, es wäre falsch...

Ladina:
Entwicklungen

Ladina:
Die kleine Spinne und was sie mich lehrte

Ladina:
Die Hoffnung findet ihren Platz

Bea:
Der Krebs

Renate II:
Ebbe und Flut

Anonym:
Ich wünsche Dir Augen...

Novalis:
Wer Schmetterlinge lachen hört

Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni:
Eine Minute...

Amazone:
Das mit dem Pling

Antoine de Saint-Exupéry:
Kunst der kleinen Schritte
:)