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Hier veröffentlichen wir regelmässig neue Artikel von Fachpersonen zu medizinischen Themen, die viele an Brustkrebs erkrankte Frauen interessieren.
Eliane Sarasin Ricklin, Brust-Zentrum, Zürich: Alternative Behandlungsmöglichkeiten der hormonellen Ausfallserscheinungen (Dezember 2002)
Durch die verbesserten Therapiemöglichkeiten sowie die Frühdiagnostik mittels Mammographie steigt die Zahl der Brustkrebsüberlebenden stetig an. Fast alle betroffenen Frauen leiden unter dem Entzug der weiblichen Hormone, sei es aufgrund der notwendigen antihormonellen oder Chemotherapie oder durch die natürlich eingetretene Menopause. Die häufigsten Symptome sind Wallungen (65%), vaginale Trockenheit (44%), Schlafstörungen (44%) sowie depressive Stimmungsschwankungen (44%). Auch wenn diese Beschwerden bezüglich Intensität von den Frauen sehr individuell erlebt werden, können sie die Lebensqualität zweifellos massiv beeinträchtigen.
Die Behandlung dieser sogenannten Entzugssymptomatik auf nichthormoneller Basis ist vielfältig und leider nicht immer sehr erfolgreich. Primär empfiehlt es sich einen stufenweisen Ansatz zu wählen: Eine Anpassung des Lebenstils an die veränderte hormonelle Situation steht dabei im Vordergrund. Die Frau kann so bewusst und aktiv etwas zur Verbesserung ihrer Beschwerden beitragen. Nicht zuletzt gibt dies das Gefühl einer gewissen Selbstkontrolle und ein verbessertes Selbstbewusstsein. Regelmässige körperliche Aktivität kann das Auftreten von Wallungen nachgewiesenermassen reduzieren. Gleichzeitig hilft der Sport ein normales Körpergewicht einzuhalten und wirkt dem Knochenschwund (Osteoporose) entgegen. Besonders empfehlenswert sind Yoga oder das Erlernen anderer Entspannungstechniken. Ganz simple Faktoren wie das Vermeiden überheizter Räume und Stresssituationen (nicht immer möglich!) sowie ein Styling im sogenannten „Zwiebel-look“ (sehr modisch!) können im Umgang mit Wallungen hilfreich sein.
Ein Blick nach Asien zeigt, dass Japanerinnen viel weniger an den uns bekannten Wechseljahrbeschwerden leiden. Gleichzeitig haben sie weniger Brustkrebs und Herzprobleme. Diese Tatsachen werden immer wieder auf die asiatische Küche zurückgeführt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen die sogenannten Phytooestrogene. Dies sind pflanzliche Substanzen, welche im Körper eine oestrogenähnliche Wirkung entfachen. Phytooestrogene kommen hauptsächlich in Soyasprossen, Sojabohnen oder Tofu vor. Aus Untersuchungen weiss man, dass sich eine phytooestrogenreiche Ernährung tatsächlich positiv auf Wallungen auswirken kann. Unbestritten ist auch ein positiver Einfluss auf den Knochenstoffwechsel im Sinne einer Osteoporosepraevention sowie eine Senkung des Blutdrucks und der Blutfette (Cholesterin). Ob das unterschiedliche Erleben der Wechseljahre von Asiatinnen rein nahrungsabhängig ist, wage ich zu bezweifeln. Gibt es doch auch deutliche kulturelle Unterschiede. Zusammenfassend darf man jedoch sagen, dass eine sojareiche Ernährung sicher nicht schädlich ist, sondern sich positiv auf den Organismus auswirkt. Abraten möchte ich vor Phytooestrogenpräparaten in konzentrierter Form, da diese oft zu hohe Dosen beinhalten.
Von medikamentöser Seite bieten sich verschiedene Substanzen an: Die Einnahme von Traubensilberkerzenextrakt (Cimicifuga) kann bei über der Hälfte der Frauen die Wallungen merklich reduzieren, ohne dass dieses Präparat in der vorgeschriebenen Dosierung unangenehme Nebenwirkungen verursacht. Aus eigener Erfahrung am erfolgreichsten können Wallungen mit einem Antidepressivum behandelt werden. Ohne an einer Depression zu leiden wirkt sich die Einnahme eines solchen Medikaments sehr positiv auf die Intensität der Wallungen aus und kann gleichzeitig Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen stabilisieren. Die Wirkungen von Vitamin E und Nachtkerzenöl bei der Behandlung von Wechseljahrbeschwerden schneiden in wissenschaftlichen Untersuchungen nur wenig erfolgreich ab.
Hormone (Pflaster, Tabletten oder Salben) waren früher ganz verboten. Heute hat dies etwas geändert, was ausführlicher in einem Artikel von PD Dr. med. Christoph Rageth (Brustzentrum Zürich) auf dem Internet abrufbar nachzulesen ist.
Viele Frauen kennen zusätzlich andere Tricks, und einiges ist ja bereits auf der Forums-Seite von Leben wie zuvor nachzulesen.
Abschliessend bleibt zu betonen, wie wichtig das Ansprechen der Hormonentzugssymptomatik gegenüber dem behandelnden Arzt ist. Die Beschwerden belasten nicht nur den Alltag der Frauen sondern nicht selten auch die Partnerschaft und Sexualität. In einer guten Kommunikation zwischen Arzt und Patientin liegen die guten Vorraussetzungen um eine individuell benötigte möglichst erfolgreiche Behandlung zu finden.
PD Dr. Nicole Bürki: Familiärer Brust- und Eierstockkrebs (Juli 2010)
PD Dr.med. Christoph Rageth: Brustzentren – warum? (Juli 2010)
PD Dr.med. Christoph Rageth: Brustzentren und Aerztenetzwerke - 2. Teil (Juli 2010)
lic. phil. I Verena Riedo: Therapiebedarf in der Onkologie - Eine Studie der Lukas Klinik Arlesheim (Juli 2010)
Prof. Dr.med. Beat Thürlimann: BRUSTKREBSTHERAPIE: EIN NEUES ZEITALTER HAT BEGONNEN (Juni 2008)
Denise Le Marié: Narbenbehandlung (Juni 2008)
Germaine Neukom: Unsere Sinne im Alter (neues Kapitel!) (Juni 2008; Bulletin Leben wie zuvor Nr. 69 - Nr. 72)
Agnes Schweizer: Aktivierung der Selbstheilungskräfte (März 2008)
Judith Alder: Diagnose Brustkrebs: was habe ich falsch gemacht? (März 2008)
Christoph Rageth, Brust-Zentrum: Die Lymphknoten und der Brustkrebs (aktualisiert) (Januar 2008)
Dr. med. Razvan A. Popescu: Fatigue-Syndrom (November 2007)
Germaine Neukom: Homöopathie – wirkt sie oder wirkt sie nicht? (November 2007)
Gerd Nagel: Patientenkompetenz - Oder: über die Entdeckung des Patienten im 21. Jahrhundert (November 2007)
Liselotte Dietrich: „Plötzlich ist alles ganz anders …“, „Mir geht es auch nicht gut...“ „Für mich ist auch so Vieles anders...“ (November 2007)
Martina Frei: Wenn der Krebsspezialist selbst Krebs hat (Juni 2007; Tages-Anzeiger)
Onkologie Special (Brustkrebs) (April 2007; Medical Tribune)
Prof. Dr. Beat Thürlimann: Aromatasehemmer in der modernen Brustkrebstherapie (November 2006)
Dr. med. Roger von Moos: Behandlung von Knochenschmerzen bei Knochenmetastasen (November 2006)
Prof. Alexander Kiss: Gibt es Zusammenhänge zwischen Krebs und Psyche? (Oktober 2006)
Prof. Dr. Ch. Rochlitz: Was ist HER2? (Juni 2006)
Besuch im Brust-Zentrum (Juni 2006)
PD Dr. Ch. Rageth: Die ideale Patientin (Vortrag) (Juni 2006)
Frau Univ. Dozent Dr. Cerni: Die Krebserkrankung aus der Sicht der Medizin und Forschung (Bulletins 1990-1993) (Juni 2006)
Prof. Dr. med. Gerd Nagel: Patientenkompetenz (Februar 2006)
Christoph Rageth, Brust-Zentrum, Zürich: Rückblick Senologie Update 2005 (Mai 2005)
Dr. med. Beatrix Scholl, Chirurgin: "Vivir como antes" - Leben wie zuvor Bericht aus Kuba von Dr. med. Beatrix Scholl, Chirurgin (Februar 2005)
Eckard Klose, Roche: Lieber Besuch bei Roche - Workshop mit Gruppenleiterinnen von LEBEN WIE ZUVOR (Februar 2005)
Ingrid Menz, Vorstandsmitglied: Bericht von der Jahrestagung der Österreichischen und der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie vom 23.-25.9.2005 in Basel (Dezember 2004)
Ingrid Menz, Vorstandsmitglied: „Leben mit Brustkrebs – Spätkomplikationen“ (Dezember 2004; Kurzbericht vom Lunchsymposium am 3.9.2004)
Risiko-Einschätzung und Vorsorge-Beratung für Angehörige von Krebskranken am Zentrum für Tumordiagnostik und Prävention in St. Gallen (Juni 2004)
Christoph Rageth, Brust-Zentrum: Überlegungen zur Qualitätsoptimierung in der Betreuung von Brustpatientinnen? (Juni 2004)
Reinhold Hönle: Interview mit Anastacia: «Meine Weiblichkeit ist nicht zerstört» (März 2004; Berner Zeitung)
Eliane Sarasin Ricklin, Brust-Zentrum, Zürich: Alternative Behandlungsmöglichkeiten der hormonellen Ausfallserscheinungen (Dezember 2002)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: KÖNNEN SIE SICH NOCH ERINNERN? (September 2002; Bulletin 49)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: Über Tulpen, den Frühling und welke Blätter (Juni 2002)
PD Dr. med. Christoph Rageth, Brustzentrum Zürich: Neue Meldungen aus der Forschung (Dezember 2001; Bulletin 46)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: Angst bei Krebs (Juni 2001; Bulletin 44)
Dr. med. Felix Jungi, Kantonsarzt St. Gallen und Onkologe und PD Dr. med. B. Thürlimann, St. Gallen: Osteoporose (Juni 2001; Bulletin 44)
Prof. Dr. med. Richard Herrmann, Leiter der Abteilung Onkologie am Kantonsspital Basel: Die Nadelgespenster (März 2001; Bulletin 43)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: Müde? (Dezember 2000; Bulletin 42)
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Wieder neue Lebenskraft schöpfen nach einer schweren Erkrankung kann viel Zeit beanspruchen. LEBEN WIE ZUVOR möchte Sie bei diesem Prozess mit Rat und Tat begleiten. |
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