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Hier veröffentlichen wir regelmässig neue Artikel von Fachpersonen zu medizinischen Themen, die viele an Brustkrebs erkrankte Frauen interessieren.



Denise Le Marié:
Narbenbehandlung (Juni 2008)


Allgemein
Jede Operation, jeder Eingriff mit einem Hautschnitt zieht eine Narbe nach sich. Sehr häufig wird einer Narbe keine Beachtung geschenkt. Einerseits, weil ja die „Problematik“ (die Erkrankung oder beispielsweise das gebrochene Bein) durch die Operation behoben ist, und das Thema somit abgeschlossen ist. Andererseits, weil viele Fachpersonen über die negativen Folgen einer schlechten Narbenheilung nicht oder nur unzulänglich informieren und kaum Empfehlungen darüber geben, was die Betroffene dagegen tun kann.
Je nach Eigenschaft des Bindegewebes, der Hautfarbe oder des betroffenen Körperteiles kann die Narbenheilung unterschiedlich verlaufen. Das will heis-sen, dass nicht jeder Mensch per se eine schlechte Narbe bekommt.
Wichtig zu wissen ist ausserdem, dass jede Narbe, egal welchen Alters be-handelbar ist!

Was ist eigentlich eine Narbe?
Die Narbe ist ein derbes, weiss glänzendes, aus Granulationsgewebe beste-hendes faserreiches, zell- und gefässarmes Bindegewebe. Die Struktur der Narbe entspricht also nicht mehr der Struktur der normalen Haut.
Durch eine Narbe gibt es für Blut- und Lymphgefässe, aber auch für Nerven kein durchkommen mehr!!

Folgen einer schlechten Narbenheilung
Jede Narbe hat während der Heilungsphase die Eigenschaft des sich Zu-sammenziehens. Wird dieser Kontraktion nicht entgegengewirkt, kann sie sich massiv auf das umliegende Bindegewebe auswirken. Dehnung und Gleitfähigkeit zwischen Narbe und angrenzendem Bindegewebe gehen verlo-ren und es entstehen Spannungen zwischen den einzelnen Bindegewebs-strukturen. Diese werden von sensitiven und mechanischen Rezeptoren re-gistriert. Das normale Zusammenspiel zwischen Muskeln, Sehnen und Bän-dern verändert sich.
Am Beispiel einer kontrahierten Narbe in der Achselhöhle kann sie zu einer deutlichen Beweglichkeitseinschränkung des Schultergelenkes führen!
Narben haben teilweise auch wuchernde Eigenschaften. Es entstehen ganze Narbenplatten, welche grossflächig zu Verhärtung und Bewegungseinschrän-kungen führen. Derbe Narbenstränge verursachen auch Schmerzen z.B. bei Druck auf darunter liegende Nerven.

Was lieben Narben?
Zeit zum Heilen! Die Narbenheilung dauert ein ganzes Jahr!
Narben benötigen viel Sauerstoff während der Heilung! (Kein Nikotin, regel-mässige Bewegung im Freien…) Narben benötigen viel Feuchtigkeit! Feuch-tigkeitscreme wie z.B. Nivea Soft (Weisse Tube), Bepanthene, jede Bodylo-tion, welche man selber gerne benützt. Bewegen und massieren Sie täglich ihre Narbe.

Was mögen Narben gar nicht?
Nikotin verschlechtert massiv die Neubildung von Blutgefässen und somit die Sauerstoffversorgung in einem frischen Wundgebiet. Das UV-Licht, verfärbt die Narbe braun (Schönheitsaspekt). Sie mag es auch nicht, wenn sie keine Feuchtigkeit erhält und nicht weich massiert wird.

Selbsthilfe! Die Behandlung der Narbe durch die betroffene Person
Sobald die Fäden gezogen sind darf man mit der Narbenpflege beginnen. Das bedeutet im Normalfall ca.14 Tage nach dem Eingriff.
Täglich soll die Narbe während 10 Minuten sanft gegenüber ihrem Unter-grund verschoben werden. Dies geschieht in alle Richtungen, d.h. seitlich, aber auch auf- und abwärts. Aber beachte: Narbenränder nicht voneinander wegziehen. Erst anschliessend genügend Creme nehmen und sanft einmas-sieren.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass wenn man eine Narbe regelmässig be-wegt und mit Feuchtigkeit versorgt, eine spezielle Narbencreme nicht von Nö-ten ist. Eine normale Feuchtigkeitscreme erweist in der Regel beste Dienste.
Schützen Sie die Narbe vor Sonnenlicht. Eine Abdeckung mittels Pflaster oder die Abdeckung mit einem hohen UV Sonnenschutz (50+) stellen wirk-same Schutzmassnahmen dar. Häufiges Bewegen an der frischen Luft, dar-über freut sich nicht nur unsere Narbe sondern sicherlich auch unser Gemüt!
Geduld! Bitte vergessen Sie nicht, dass die Narbe zur vollständigen Aushei-lung 12 Monate benötigt. Eine Beurteilung (Verurteilung!) der Narbe bezüg-lich Qualität des Gewebes sowie Aussehen vor dieser Zeit ist in jedem Fall verfrüht.

Was tun, wenn man die Narbe selber nicht berühren kann?
Häufig kommt es vor, dass eigene Berührung der Narbe Schmerzen oder ein unangenehmes Gefühl bereiten. Auch das „erzwungene“ Auseinandersetzen mit dem Grund der Operation durch die Behandlung der Narbe ist einfach nicht immer möglich. In diesen Fällen wenden Sie sich am besten an ausge-bildete Fachkräfte.

Behandlung durch die Fachfrau
Physiotherapeutinnen sowie Masseure haben Kenntnis in der Behandlung von Narben. Multiple Techniken wie die Myofasciale Anhaktechnik, Narben-taping, Dehnungen, Schröpfen usw. können Betroffene in Anspruch nehmen. Auch die Anleitung zur Eigenmobilisation können sie sich von Fachpersonal zeigen lassen.

Denise Le Marié
Dipl. Physiotherapeutin



PD Dr. Christoph Rageth, Brustzentrum im Seefeld Zürich:
Brustkrebs - Behandlung und Betreuung vor 30 Jahren - heute - morgen (Januar 2014; Bulletin Leben wie zuvor Dezember 2013/Nr. 94)


Denise Fricker - Le Marié:
Unser Lymphgefässsystem und dessen Behandlung, die Lymphdrainage (Januar 2014; Bulletin Leben wie zuvor Dezember 2013/Nr. 94)


Das Ärztenetzwerk der Brustzentren (Dezember 2013; PD Dr. med. Ch. Rageth)

Meine Tätigkeit als Breas Care Nurse (November 2013)

Dr. med. Beatrix Scholl:
"Vivir como antes" (Bericht aus Kuba) (Oktober 2012)


Dr. med. Christoph Rageth:
11. Senologie Update 2012 (Oktober 2012)


Margreth Burger:
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Brustverkleinerung - die Kasse muss zahlen (Juli 2011)

PD Dr.med. Christoph Rageth, Brust-Zentrum Seefeld Zürich:
Die zwölfte St. Gallen Konferenz für Brustkrebs (Mai 2011; Bulletin LEBEN WIE ZUVOR Nr. 84 /Juni 2011)


PD Dr. Nicole Bürki:
Familiärer Brust- und Eierstockkrebs (Juli 2010)


PD Dr.med. Christoph Rageth:
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PD Dr.med. Christoph Rageth:
Brustzentren und Aerztenetzwerke - 2. Teil (Juli 2010)


Denise Le Marié:
Narbenbehandlung (Juni 2008)


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Christoph Rageth, Brust-Zentrum:
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Dr. med. Razvan A. Popescu:
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Germaine Neukom:
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Prof. Alexander Kiss:
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PD Dr. Ch. Rageth:
Die ideale Patientin (Vortrag) (Juni 2006)


Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien:
Angst bei Krebs (Juni 2001; Bulletin 44)
Wieder neue Lebenskraft schöpfen nach einer schweren Erkrankung kann viel Zeit beanspruchen. LEBEN WIE ZUVOR möchte Sie bei diesem Prozess mit Rat und Tat begleiten.
:)