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Hier veröffentlichen wir regelmässig neue Artikel von Fachpersonen zu medizinischen Themen, die viele an Brustkrebs erkrankte Frauen interessieren.
Besuch im Brust-Zentrum (Juni 2006)
Im Jahre 2001 gründete Christoph Rageth das Brust-Zentrum in Zürich. www.brust-zentrum.ch Seit Jahren ist er verbunden mit „Leben wie Zuvor“ und viele kennen ihn von den Tagungen in Brunnen her.
1. Frage an PD Dr. Christoph Rageth: Warum haben Sie das Brust-Zentrum gegründet? In USA waren in den 90-er Jahren grosse Fortschritte in der Brust-Diagnostik und –therapie zu verzeichnen. Dank genauerer Abklärung der Brust-Befunde konnte immer häufiger auf unnötige Brustoperationen verzichtet werden und wenn bekannt war, dass es sich um etwas Bösartiges handelte, konnte man wesentlich besser und sicherer operieren. Zweitoperationen wurden so immer seltener, weil bereits im ersten Eingriff alles richtig lief. Zudem zeigten immer mehr Arbeiten auf, dass Frauen, welche sich von spezialisierten Brustchirurgen operieren liessen, bessere Heilungschancen hatten. So drängte sich für mich, der sich seit 1986 intensiver mit Brusterkrankungen auseinandersetzte, die Gründung einer spezialisierten Einheit auf. Leider war dies dann aufgrund von Bremsmanövern der Spitaldirektion nicht möglich, so dass ich mich – auch aus anderen Gründen – zusammen mit meiner langjährigen Leitenden Ärztin Elisabeth Saurenmann selbständig machte. Dies erweist sich im Nachhinein als Glücksfall. Nur so konnten wir in den letzten Jahren dem stark wachsenden Interesse der ZuweiserInnen und Patientinnen Rechnung tragen und unser Brust-Zentrum laufend vergrössern.
2. Welche Patientinnen suchen vor allem das Brust-Zentrum auf? In erster Linie werden uns die Patientinnen zur Vorsorgeuntersuchung (v.a. Mammografie) und zur Abklärung von Problemen zugewiesen. Zusätzlich melden sich auch oft Patientinnen, welche sich selbständig für eine Brustabklärung interessieren. Das sind pro Jahr ca. 3500 neue Patientinnen – pro Arbeitstag also gegen 15. 2-3 von diesen Patientinnen haben neu einen Brustkrebs und hier helfen wir bei der Koordination der weiteren Behandlung oder führen sie auch selbst zu Ende.
3. Wie setzt sich ihr Ärzteteam zusammen? Zu Beginn waren wir 2 Gynäkologen und jetzt sind wir zu viert – zusätzlich ein Onkologe, ein Radiologe, eine Chirurgin und drei konsiliarisch tätige Plastische Chirurgen. Zudem arbeitet eine Psychologin am Brust-Zentrum und eine zweite Psychologin organisiert Patientenkompetenzkurse am Brust-Zentrum.
4. Welche Ärztinnen und Ärzte arbeiten mit ihnen zusammen? Dies sind vor allem Gynäkologen, welche ihre Brustpatientinnen gerne zusammen mit uns behandeln. Wenn es zur Operation kommt, assistieren wir entweder, oder der Zuweiser assistiert beim Eingriff. Dann gibt es auch viele Allgemeinärztinnen und –ärzte, welche uns die Patientinnen zuweisen. 5. Wo behandeln Sie ihre Patientinnen stationär? Im Moment ist dies die Klinik Hirslanden in Zürich, wo auch eine Nuklearmedizinische Abteilung vorhanden ist, so dass auch die Sentinel (Wächter-) Lymphknotenoperation einfach ermöglicht wird. Dazu braucht es eine Zusatzversicherung (Halbprivat oder Privat). Für die anderen Patientinnen können wir oft die Therapie planen und koordinieren und arbeiten hierzu eng mit anderen Kliniken – v.a. der Universitätsfrauenklinik Zürich – zusammen.
6. Wer kann sich bei Ihnen behandeln lassen? Im ambulanten Bereich (Beratung, Punktionen, Ultraschall, Mammografie, Chemotherapie und Zweitmeinungen) spielt die Versicherung keine Rolle.
7. Gibt es „Gütesiegel“ für Brust-Zentren? Leider kann sich im Moment noch jede und jeder „Brustzentrum“ nennen. Der Begriff ist nicht geschützt, wie neuerdings in Deutschland. In der Schweiz ist noch keine Organisation so weit, dass sie zertifizieren könnte.
8. Was kann man gegen die Zunahme der Brustkrebshäufigkeit tun? Es stimmt tatsächlich, dass es immer häufiger Brustkrebs gibt. Dies hängt nur wenig damit zusammen, dass man ihn (z.B. dank Vorsorgemammografie) häufiger entdeckt. Es gibt viele Zusammenhänge mit Vererbung, Ernährung und Verhalten. Vor allem aber tritt der Brustkrebs im Alter häufiger auf – wir werden ja immer älter – und man hat heute immer später und seltener Kinder, was einen grossen Einfluss hat. Früher war das Durchschnittsalter beim ersten Kind um die 20 Jahre und heute ist es im Raume Zürich bereits 31 Jahre. Pro Jahr mehr beim ersten Kind nimmt das Risiko um 10% zu, so dass man bereits hier eine Verdoppelung der Häufigkeit begründen kann. Die Heilungschancen werden aber dank der verbesserten Behandlung und vor allem der besseren Vorsorge immer besser so dass heute über 2/3 der Frauen mit Brustkrebs diesen überleben und am Ende an etwas anderem sterben. Das Beste, was man tun kann, ist die Früherkennung und ich rate allen Frauen, sich ab 50 Jahren regelmässig alle 2 Jahre eine Mammografie durchführen zu lassen.
Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Rageth! Die Gruppenbegleiterinnen freuen sich jetzt schon auf die Tagung „Brunnen 07“
PD Dr. Nicole Bürki: Familiärer Brust- und Eierstockkrebs (Juli 2010)
PD Dr.med. Christoph Rageth: Brustzentren – warum? (Juli 2010)
PD Dr.med. Christoph Rageth: Brustzentren und Aerztenetzwerke - 2. Teil (Juli 2010)
lic. phil. I Verena Riedo: Therapiebedarf in der Onkologie - Eine Studie der Lukas Klinik Arlesheim (Juli 2010)
Prof. Dr.med. Beat Thürlimann: BRUSTKREBSTHERAPIE: EIN NEUES ZEITALTER HAT BEGONNEN (Juni 2008)
Denise Le Marié: Narbenbehandlung (Juni 2008)
Germaine Neukom: Unsere Sinne im Alter (neues Kapitel!) (Juni 2008; Bulletin Leben wie zuvor Nr. 69 - Nr. 72)
Agnes Schweizer: Aktivierung der Selbstheilungskräfte (März 2008)
Judith Alder: Diagnose Brustkrebs: was habe ich falsch gemacht? (März 2008)
Christoph Rageth, Brust-Zentrum: Die Lymphknoten und der Brustkrebs (aktualisiert) (Januar 2008)
Dr. med. Razvan A. Popescu: Fatigue-Syndrom (November 2007)
Germaine Neukom: Homöopathie – wirkt sie oder wirkt sie nicht? (November 2007)
Gerd Nagel: Patientenkompetenz - Oder: über die Entdeckung des Patienten im 21. Jahrhundert (November 2007)
Liselotte Dietrich: „Plötzlich ist alles ganz anders …“, „Mir geht es auch nicht gut...“ „Für mich ist auch so Vieles anders...“ (November 2007)
Martina Frei: Wenn der Krebsspezialist selbst Krebs hat (Juni 2007; Tages-Anzeiger)
Onkologie Special (Brustkrebs) (April 2007; Medical Tribune)
Prof. Dr. Beat Thürlimann: Aromatasehemmer in der modernen Brustkrebstherapie (November 2006)
Dr. med. Roger von Moos: Behandlung von Knochenschmerzen bei Knochenmetastasen (November 2006)
Prof. Alexander Kiss: Gibt es Zusammenhänge zwischen Krebs und Psyche? (Oktober 2006)
Prof. Dr. Ch. Rochlitz: Was ist HER2? (Juni 2006)
Besuch im Brust-Zentrum (Juni 2006)
PD Dr. Ch. Rageth: Die ideale Patientin (Vortrag) (Juni 2006)
Frau Univ. Dozent Dr. Cerni: Die Krebserkrankung aus der Sicht der Medizin und Forschung (Bulletins 1990-1993) (Juni 2006)
Prof. Dr. med. Gerd Nagel: Patientenkompetenz (Februar 2006)
Christoph Rageth, Brust-Zentrum, Zürich: Rückblick Senologie Update 2005 (Mai 2005)
Dr. med. Beatrix Scholl, Chirurgin: "Vivir como antes" - Leben wie zuvor Bericht aus Kuba von Dr. med. Beatrix Scholl, Chirurgin (Februar 2005)
Eckard Klose, Roche: Lieber Besuch bei Roche - Workshop mit Gruppenleiterinnen von LEBEN WIE ZUVOR (Februar 2005)
Ingrid Menz, Vorstandsmitglied: Bericht von der Jahrestagung der Österreichischen und der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie vom 23.-25.9.2005 in Basel (Dezember 2004)
Ingrid Menz, Vorstandsmitglied: „Leben mit Brustkrebs – Spätkomplikationen“ (Dezember 2004; Kurzbericht vom Lunchsymposium am 3.9.2004)
Risiko-Einschätzung und Vorsorge-Beratung für Angehörige von Krebskranken am Zentrum für Tumordiagnostik und Prävention in St. Gallen (Juni 2004)
Christoph Rageth, Brust-Zentrum: Überlegungen zur Qualitätsoptimierung in der Betreuung von Brustpatientinnen? (Juni 2004)
Reinhold Hönle: Interview mit Anastacia: «Meine Weiblichkeit ist nicht zerstört» (März 2004; Berner Zeitung)
Eliane Sarasin Ricklin, Brust-Zentrum, Zürich: Alternative Behandlungsmöglichkeiten der hormonellen Ausfallserscheinungen (Dezember 2002)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: KÖNNEN SIE SICH NOCH ERINNERN? (September 2002; Bulletin 49)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: Über Tulpen, den Frühling und welke Blätter (Juni 2002)
PD Dr. med. Christoph Rageth, Brustzentrum Zürich: Neue Meldungen aus der Forschung (Dezember 2001; Bulletin 46)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: Angst bei Krebs (Juni 2001; Bulletin 44)
Dr. med. Felix Jungi, Kantonsarzt St. Gallen und Onkologe und PD Dr. med. B. Thürlimann, St. Gallen: Osteoporose (Juni 2001; Bulletin 44)
Prof. Dr. med. Richard Herrmann, Leiter der Abteilung Onkologie am Kantonsspital Basel: Die Nadelgespenster (März 2001; Bulletin 43)
Univ. Prof. Dr. med. Christa Cerni, Institut für Krebsforschung der Universität Wien: Müde? (Dezember 2000; Bulletin 42)
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Wieder neue Lebenskraft schöpfen nach einer schweren Erkrankung kann viel Zeit beanspruchen. LEBEN WIE ZUVOR möchte Sie bei diesem Prozess mit Rat und Tat begleiten. |
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