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Hier berichten an Brustkrebs erkrankte Frauen von ihren Erfahrungen: leidvollen, aber auch hoffnungsvollen.
Die Erfahrungsberichte zeigen, dass wir alle unsere ureigene Art und Weise haben, mit unserer Krankheit umzugehen. Keine ist besser oder schlechter.
Wir hoffen, dass auch Ihnen die folgenden Berichte Mut machen und Sie auf Ihrem eigenen Weg bestärken.
Falls Sie einen Erfahrungsbericht beifügen möchten, schicken Sie Ihren Beitrag bitte per E-Mail an [email protected].
Die Erfahrungsberichte werden auf Wunsch auch anonym veröffentlicht.
Vielen Dank!
Psycho-Onkologie Annina
Psychoonkologie von Annina
Liebe Frauen Ertappt Ihr Euch auch manchmal dabei wie Ihr in Gedanken in die Vergangenheit zurückschweift und versucht, Euch an glückliche Momente zu erinnern? Vielleicht tun wir das in Anbetracht unserer Krankheit öfters als Andere. Es gibt Menschen die sind der Ansicht, dass eine Krebserkrankung sich (oft) in einer Krise manifestiert. Mag sein, dass die Krankheit schon vorher vorhanden war, aber sie hat auf kleiner Flamme geköchelt und in Zeiten einer persönlichen Krise, ist das Fass gefüllt mit den kleinen aggressiven Dingerchen dann übergelaufen.
Das hat mich von Anfang an so ziemlich beschäftigt. Ich habe versucht, alle Gründe die mich in eine Krise stürzen könnten aus meinem Leben zu verbannen und, um dem Gegenteil zu dienen, mein Leben mit Glück zu füllen (dass hierfür ein Bedürfnis besteht, hat der Markt schon länger entdeckt und flutet uns mit Dingen die Glück verheissen). Hierzu habe ich versucht, mich an alle Glücksmomente in meinem Leben vor dem Krebs zu erinnern. Ich dachte, wenn es mir gelänge wieder so glücklich zu sein wie ich es in gewissen Phasen meines Lebens vor der Krankheit war, und all die Stressmomente auszuschalten denen ich ausgesetzt sein könnte, würde ich eine Methode haben um den Krebs zu überleben.
Aus diesem Grund habe ich vor fünf Jahren begonnen, circa einmal pro Monat zusammen mit einem Psychoonkologen meinen Alltag als Krebskranke zu „managen“. In diesen Stunden habe ich mit Hilfe seiner Anregung versucht, immer wieder nach den verschütteten Quellen zu graben die mich persönlich mit Glück erfüllen. Diesem geschulten „Blick von aussen“ ist es auch gelungen, mich Luft schnappen zu lassen wenn ich gerade mal wieder von den Ereignissen rund um den Krebs überschwemmt wurde und so tief in der Krise steckte, dass ich nicht mehr Ein noch Aus wusste. Er hat mich daran erinnert, dass in mir Kraft wohnt, dass ich nicht nur „die Krankheit“ bin und vieles mehr.
In einem gewissen Mass ist es mir durch diese Begleitung gelungen, Glück immer wieder in mein Leben fliessen, akuten Stress so selten wie möglich aufkommen zu lassen und mich in Zeiten in denen ich mich wieder mal gänzlich in Frage gestellt habe, die Perspektive zu wechseln. Darüber bin ich froh! Trotzdem gelingt es mir nach wie vor nicht komplett die Architektin meines Lebens zu sein. Ich habe mich gefragt, was die Essenz meiner früheren Glücksmomente war. Könnte ich das herausfinden, müsste ich das Glück nur immer wieder nachkonstruieren, dachte ich mir. Also machte ich mich auf die Suche. Ich denke, dass sich mein Glück (denn nur von dem was mich persönlich glücklich macht kann hier die Rede sein) aus ganz verschiedenen Dingen zusammengesetzt hat. Sich geliebt und angenommen fühlen, ein besonders ästhetisches (Kunst-)Erlebnis, das Eintauchen in die Natur, einem anderen Menschen eine Freude bereiten, das Zusammensein in der Familie, ein kreativer Akt und vieles mehr, machten und machen mich glücklich.
Wenn ich mir solche Momente wieder in Erinnerung rufe (die Glücksmomente in meiner Erinnerung sind gut trainiert und sind sofort „bei Fuss“ wenn man sie ruft) ist ihnen etwas gemein. Es waren Augenblicke in denen ich mich gänzlich in dem schmalen Zeitfenster befunden habe, dass zwischen der unendlichen Vergangenheit und der (vermutlich) ebenso unendlichen Zukunft liegt. Ich weilte gänzlich im glückvollen Moment. Da gab es keine Frau mehr, die mit dem gedanklichen Durchkauen des gestrigen Streites beschäftig war und auch keine Frau, die die Einkaufsliste von Morgen nochmal geistig durchcheckte. Im glücklichen Moment war ich so ausgefüllt von dem was gerade geschah, dass in meinem Bewusstsein gar nichts anderes mehr Platz hatte.
Nach diesen Momenten sehne ich mich. Denn sie vergegenwärtigen mir, dass ich lebe! Verliebtheit ist ein gutes Beispiel hierfür. Da lebt man ganz im Jetzt und nichts Anderes vermag in diesen goldenen Augenblick der Verliebtheit einzudringen. Aber auch der (an diese Stelle schon oft gepriesene ? ) Spaziergang durch die wunderbare Natur die mit allen Sinnen erfasst wird und die einen tröstlich im Jetzt verankert. Ich glaube mittlerweilen nicht mehr, dass man sich selbstständig in diesen Zustand katapultieren kann (ich kann`s jedenfalls nicht) und auch nicht, dass es nicht auch Zeiten der Reflexion und der Planung der Zukunft braucht. Ich denke, Augenblicke des Glücks fallen einem zu. Anderseits glaube ich, dass man zumindest den Boden für das Glück bereiten kann. Man muss den eigenen Boden immer wieder mal lockern und auch mit guten Dingen anreichern, damit ein Glückssamen dann auch spriessen kann, sollte grad mal einer vorbeifliegen.
Damit mein Boden nicht unter dem Einprasseln der unerfreulichen Dinge rund um die Krankheit verhärtet, dafür trägt unter Anderem die Psychoonkologie Sorge, die ich jeder Frau von Herzen empfehlen möchte und der ich mit diesen Zeilen danke:
Psychoonkologie
als dünnes Fädchen nunmehr schlängelt es mich dem Leben entlang ein Segen die Ohren die verlässlich am Wegesrand hängen sie halten
Komm ach Glück! Lass dich nieder fächer dich über mich blütig
Zusammen zurück ins Leben / Ein Erfahrungsbericht zur Arbeitstagung von Leben wie zuvor Kevin Haab und Christoph Niemann
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RAT"SCHLÄGE"? – JA. BITTE! Christa Cerni
Tyrannei von innen Christa
Föhn – Chemotherapie – Perücken Elisabeth
Tenorsaxophon AmaZone
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Evelyn Marti: Matuschka mit Gipsbüste |
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