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Hier berichten an Brustkrebs erkrankte Frauen von ihren Erfahrungen: leidvollen, aber auch hoffnungsvollen. Die Erfahrungsberichte zeigen, dass wir alle unsere ureigene Art und Weise haben, mit unserer Krankheit umzugehen. Keine ist besser oder schlechter. Wir hoffen, dass auch Ihnen die folgenden Berichte Mut machen und Sie auf Ihrem eigenen Weg bestärken.

Falls Sie einen Erfahrungsbericht beifügen möchten, schicken Sie Ihren Beitrag bitte per E-Mail an [email protected].

Die Erfahrungsberichte werden auf Wunsch auch anonym veröffentlicht.

Vielen Dank!



Der Sprung zurück ins Leben
Annina


Der Sprung zurück ins Leben von Annina
Liebe Frauen
Die Chemotherapie und die Bestrahlung sind überstanden und ich arbeite wieder. Ein zweiter Sprung zurück ins Leben nach meiner erneuten Krebsdiagnose. Obwohl………“im Leben“ war ich auch während der Zeit der Therapien. Einige Bekannte haben mich gefragt: „warum gehst Du denn wieder arbeiten? Bei deiner Diagnose musst du doch nicht schon so rasch wieder arbeiten, oder?“ Meistens beantworten sie sich die Frage selber und sagen:“ ah, sehr wahrscheinlich arbeitest du, um dich von deiner Krankheit abzulenken, nicht wahr? Ist sicher schlimm, wenn sich alle Gedanken ständig um den Krebs drehen!“

Das hat mir zu denken geben*. Geht man arbeiten um sich von seinen persönlichen Belangen ablenken zu lassen? Ich kann wie immer an dieser Stelle nur von mir sprechen. Ich habe die Zeit der Therapien genossen, so schwer es an manchen Tagen auch war. In den neun Monaten der Krankschreibung habe ich Dinge getan, die ich schon lange mal tun wollte, Bücher gelesen die ich immer schon mal lesen wollte, Länder und Städte besucht die ich schon immer mal sehen wollte usw.

Ich hatte Zeit, um Fragen auf den Grund zu gehen und mich mit dem Leben, dem Tod und meiner Geschichte auseinander zu setzten. Ich hatte Zeit um neue Freundschaften zu vertiefen und alte, wirklich hinter mir zu lassen. Ich habe neue Sportarten ausprobiert, mich intensiv mit verschiedenen Heilmethoden auseinandergesetzt und so versucht, mein ganzes Leben auf „Heilung“ auszurichten.

Hätte ich diese Krankheit nicht, hätte ich all das nicht getan und hätte mich weiterhin im Sog von Alltagsdingen, Arbeitstrott und längst nicht mehr „gesunden“ Beziehungen usw. bewegt. Viele wichtige und grosse Fragen des Lebens, wären unbedacht auf dem Grund meiner Seele liegen geblieben. Da wird sich manche von Euch nun fragen:“ braucht es denn eine Krankheit um aus dem Sog herauszukommen und sich den Fragen des Lebens zu stellen?“ In manchen Fällen braucht es das scheinbar.

Was ich damit sagen will ist, dass mir der Krebs mit all dem Schweren das damit verbunden ist, Heute nicht nur unwillkommen ist.
Eine andere Sache ist, der Drang so schnell wie möglich wieder zu arbeiten. In meinem Falle nicht, um sich abzulenken sondern, um sich wieder als Teil dieser Gesellschaft zu fühlen.

Da kann man sich schon fragen: ob nur der arbeitende Mensch ein Teil der Gesellschaft ist? Ist nur jemand der einen Lohn erhält, ein arbeitender Mensch? Ich musste mir im Zuge der Erkrankung angewöhnen, einen Teil meiner Energie für meine eigenen Belange, meine eigene Gesundheit einzusetzen um wenigstens den Hauch einer Chance auf ein Überleben zu haben. Das war ungewohnt und ich hab mich dagegen gesträubt. Durch den Krebs lerne ich, dass ich meiner körperlichen, seelischen und geistigen Gesundheit Sorge tragen muss, um als kraftvolle Frau meine Arbeit erfüllen, und etwas für andere Menschen tun zu können.
Im Zuge dieses: sich selber Sorgetragens, habe ich viele weise und warme Menschen im Pflegebereich kennen gelernt die mir viel Wertvolles gegeben haben. Aus Dankbarkeit möchte ich folgende Zeilen anfügen:


Heil - ung

sanftlila und leuchtendgelb
rinnt es
von diesen Händen

durchdringt mich
und löscht meine Begrenzung

mein wacher Sinn
folgt den Kreisen die
jetzt
auf meinem nicht mehr vorhandenen Leib
blühen
und mir den Ort weisen
an dem ich heil bin

für einen Augenblick
löst sich mein versehrter Leib auf

und meine blaue Seele
umhüllt
ein sanftes Geheimnis

tröstlich ist dies Innehalten
Annina



Zusammen zurück ins Leben / Ein Erfahrungsbericht zur Arbeitstagung von Leben wie zuvor
Kevin Haab und Christoph Niemann


Winterzauber
Annina


Psycho-Onkologie
Annina


Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah
Annina


"Venedig ist....
Claudine


Der Sprung zurück ins Leben
Annina


Leben besser als zuvor oder anders
Manu


Mein Herzkissen
Gisela


Vom Blinzeln der Seele durch das Meer der Tränen
Barbara


Es liegt an uns!
Bea(trice)


Aus Zeit
Annina


Das zweite Leben
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Happy End
Annina


Hoffen und Sehnen
Annina


Ich doch nicht
strizzi


„sich ein Bild machen“
Annina


Ein neues Schnittmuster
Annina D.


Leben - besser als zuvor
Manu


Happy End
Annina


ANNEHMEN KÖNNEN
Therese


Alles wird wieder gut
Annina


Das Ganze war natürlich ein grosser Schock…
Vreni H.


Der Anfang einer kleinen Geschichte
Veronika


Rückblick auf bewegte und bewegende Monate
Elisabeth


Morgens vor dem Spiegel
EVA


Selbst ist die Frau
Sylvia Brathuhn


Aus der Not eine Tugend machen
Nina Lupp


Der eigene Engel
Germaine Neukom


Ein ganz normaler Sommermorgen
Sonja Dreher


Ich will
Lea


Aus meinem Tagebuch
Claudine


Zurück ins Leben
Eveline E.


Brustkrebs? – das kriegen nur die anderen!
Beatrice Kern


Septemberblau der Himmel
Christa Strasser


Ein ganz normaler Sommermorgen
Sonja D.


20 Jahre!!
Jsabella


RAT"SCHLÄGE"? – JA. BITTE!
Christa Cerni


Tyrannei von innen
Christa


Föhn – Chemotherapie – Perücken
Elisabeth


Tenorsaxophon
AmaZone
Evelyn Marti:
Matuschka mit Gipsbüste
:)