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Hier berichten an Brustkrebs erkrankte Frauen von ihren Erfahrungen: leidvollen, aber auch hoffnungsvollen.
Die Erfahrungsberichte zeigen, dass wir alle unsere ureigene Art und Weise haben, mit unserer Krankheit umzugehen. Keine ist besser oder schlechter.
Wir hoffen, dass auch Ihnen die folgenden Berichte Mut machen und Sie auf Ihrem eigenen Weg bestärken.
Falls Sie einen Erfahrungsbericht beifügen möchten, schicken Sie Ihren Beitrag bitte per E-Mail an [email protected].
Die Erfahrungsberichte werden auf Wunsch auch anonym veröffentlicht.
Vielen Dank!
Es liegt an uns! Bea(trice)
ES LIEGT AN UNS !!! Bea(trice)
«Brustkrebs in Amerika» … www.leben-wie-zuvor.ch
Ein Forumseintrag Mitte Oktober, über breit angelegte Informationskampagnen zur Brustkrebsvorsorge in Amerika brachte mich mal wie-der zum Schreiben. Nach langer Zeit, aber doch täglich zwei bis drei Mal im Forum vorbeischauende stille Leserin, «juckte» es mich mal wieder auf ein Thema eine Antwort zu verfassen.
Im Eintrag geht es um die breit angelegte und öffentliche Kampagne zur Brustkrebsvorsorge in Amerika. Dort scheint das Thema, trotz der Prüderie in den Vereinigten Staaten, sehr offen gehandhabt zu werden. Seien dies Plakate in öffentlichen Verkehrsmitteln, Spenden-Sammelboxen in Läden und der Gleichen. Meine kleine Auflistung ist sicher nicht vollständig, und ich kann auch nur durch «Hörensagen» davon berichten. Ich selber war noch nie in den Staaten, also muss ich mich auf die Angaben anderer verlassen. An-scheinend wird die Vorsorgekampagne auch kommerziell vorangetrieben. Aber lest doch besser selber die ersten paar Einträge im Forum zu «Brustkrebs in Amerika».
Hier jedenfalls meine Gedanken dazu: Ich finde es gut, wenn auf die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen usw. aufmerksam gemacht wird, also ich finde es eigentlich überlebenswichtig.
Es wird hier in der Schweiz viel versucht, dass alle Frauen über die einfachste Vorsorge-Untersuchung informiert sind. Es liegt aber auch etwas in unserer europäischen Natur, dass die Brust halt immer noch als Tabu/Privat gilt. Das sieht man nur schon an Aussagen wie: «Ich stehe sicher nicht an einen Stand einer Selbsthilfegruppe, was denken denn die Nachbarn …» «Ich spreche nicht über meinen Brustkrebs, das ist privat!»
Seit es mich vor 6 Jahren auch erwischt habe, bin ich persönlich sehr offen damit umgegangen. So offen, dass ich sogar schon mal bei Vorstellungsgesprächen mein Gegenüber damit konfrontiert habe (auch dies ist eine Prävention, wenn mir eine Frau gegenüber sitzt). Auch habe ich immer wieder im «Brustkrebs-Monat» Oktober an Infoveranstaltungen und Aktionen in Städten usw. teilgenommen. Meine rosa Schleife, die ich 2005 in Basel am Leben wie zuvor-Stand erhalten habe, trage ich Jahrein-Jahraus an meiner Jacke, ob sie passt oder nicht, die gehört zu mir und hat schon manch interessantes Gespräch ergeben. Also genau solche Sachen, die gewünscht werden. Klar, es ist mir bewusst, nicht jede möchte ein Schild herum tragen, mit der Aufschrift: «Hei seht her, ich hatte Brustkrebs!» Gerade in der Vorbereitungs-Phase für Infoveranstaltungen habe ich immer wieder erlebt, dass man keine Frauen findet, die mitmachen, mit folgenden Begründungen: - keine Zeit! (keine Zeit, sich mal für 2-3 Stunden für etwas Wichtiges einzusetzen?) - keine Lust! (zum Glück hatten während meiner ersten Zeit die richtigen Personen gerade Lust) - will mich nicht outen (Brustkrebs ist doch kein Makel!) - das bringt doch nichts (...)
Der Wunsch: «man sollte mehr tun» ist gut, aber wer ist «man»? Man ist doch jede von uns. Wir sind die Expertinnen. Also liegt es doch an uns, wenn wir hier im Land mehr für die Prävention tun. Solche Anlässe wie die BH-Aktion in Bern, das Bärliverkaufen, Info-Stände in Fussgängerzonen oder auch unser Verein mit der Geschäftsstelle und den Gruppenbegleiterinnen und unserem Forum usw. brauchen enorm viel Arbeitskraft. Dies sollte nicht in die Hände der «Industrie» gelegt werden (Sponsoring natürlich weiterhin erwünscht), nicht kommerzialisiert werden, sonst müssen wir unsere rosa Schleifen dann plötzlich teuer kaufen oder teure Einzelsitzungen bezahlen, statt mit dem Mitmachen in einer Selbsthilfegruppe zu helfen und zu profitieren.
Gerade im zu Ende gehenden Jahr der Freiwilligenarbeit könnte doch jede von uns sich vornehmen, jedes Jahr z.B. 12 Stunden (eine Stunde pro Monat) für die Brustkrebs-Vorsorge-Information einzusetzen. Nur schon in unserem Verein sind – glaube ich – ca. 3000 Frauen dabei (das wären 36000 Std. = 1500 Tage!!!). Schiebt die Aufgabe nicht auf «man». Dieser «man» versagt in allen Sparten jämmerlich. Wir Frauen sollten das wirklich selber in die Hand nehmen, dafür brauchen wir keine «externe und kommerzielle» Experten, denn bei 3000 Frauen hat es von jeder Berufssparte die passende Person dabei.
Es liegt an uns, die Schweiz besser über Brustkrebs und der entsprechenden Vorsorge zu informieren. Es braucht so wenig (1 Stunde im Monat?!). Helft auch mit an Info-Ständen/-Abenden, «Demos/Umzügen», nehmt an Veranstaltungen teil und gebt den 5000 Frauen die jedes Jahr die Diagnose «Brustkrebs» bekommen ein Gesicht. Zeigt der Schweiz, wie viele wir sind und wie wichtig es ist eine gute Vorsorge zu betreiben. Und bietet den Neu- und Altbetroffenen die Möglichkeit, gerade auch in und trotz unserem elektronischen Zeitalter, mit all den sozialen Netzwerken, sich in einer Selbsthilfegruppe real zu treffen, zu reden und zu zuhören. Hei, zwei Stunden pro Monat … nicht wirklich viel Zeit, die man irgendwo abstreichen müsste. Oder?
Lieber Gruss rundum, einen tollen Start ins neue Jahr und Sonne fürs Herz Bea
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