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Hier berichten an Brustkrebs erkrankte Frauen von ihren Erfahrungen: leidvollen, aber auch hoffnungsvollen. Die Erfahrungsberichte zeigen, dass wir alle unsere ureigene Art und Weise haben, mit unserer Krankheit umzugehen. Keine ist besser oder schlechter. Wir hoffen, dass auch Ihnen die folgenden Berichte Mut machen und Sie auf Ihrem eigenen Weg bestärken.

Falls Sie einen Erfahrungsbericht beifügen möchten, schicken Sie Ihren Beitrag bitte per E-Mail an [email protected].

Die Erfahrungsberichte werden auf Wunsch auch anonym veröffentlicht.

Vielen Dank!



Aus der Not eine Tugend machen
Nina Lupp


„Das sieht nicht gut aus.“
Diese Worte meines Radiologen krempelten im Januar 2006 mein Leben völlig um. Diagnose Brustkrebs!

Nach völliger Verzweiflung in den ersten Stunden stand für mich fest, dass ich mit Allem was ich hatte, gegen den Krebs ankämpfen würde.

Der Tumor wurde herausoperiert und hatte nicht gestreut. Ich hatte Glück im Unglück. Um auf der sicheren Seite zu sein, entschied ich mich, zusätzlich zu der Strahlen- du Hormontherapie, auch eine Chemotherapie zu machen. Mehr als diesen kleinen Tumor sollte der Krebs von mir nicht bekommen.

Ich könnte nicht damit leben, nicht alles für eine Heilung getan zu haben, nur weil mir durch die Chemotherapie die Haare ausfallen werden.

Die Haare fielen aus und zwar sehr schnell. Der Kopf war plötzlich kahl und ich sah eine Fremde im Spiegel. Zudem war es auch noch ziemlich kalt. Die Perücke, die schon seit Tagen im Schrank lag, kam zum Einsatz. Auf der Suche nach Alternativen zu den fremden Haaren, stellte ich schnell fest, dass es nichts wirklich Pfiffiges gab. Alles was ich fand, sah „chemomässig“ aus.

Aus der Not eine Tugend machen… das war es.

Ich begann, meine Mützen selbst zu nähen. Mützen, die dem Kopf wieder ein Format geben, die weich und leicht sind, eben nicht nur eine Mütze sondern vielmehr ein modisches Accessoire.

Meine Leidensgenossinnen waren begeistert und so beschloss ich, die „feel good Mützen“ auch für andere zu nähen. Jede Mütze ist ein Unikat und wird in Absprache mit der Trägerin genäht. Ob einfarbig, mehrfarbig, mit oder ohne Verzierung – machbar ist so ziemlich alles. Und – man kann die Mützen auch noch tragen, wenn man wieder Haare hat!

Ich versuche, durch meine „feel good Mützen“ den Frauen ein bisschen was zurückzugeben. Das Gefühl, sich sehen lassen zu können – auch ohne die gewohnte Haarpracht. Denn auch wenn der Kopf kahl ist, sollte er hoch getragen werden können.

Herzliche Grüsse aus dem Norden
Nina Lupp (www.feelgood-muetzen.de



Zusammen zurück ins Leben / Ein Erfahrungsbericht zur Arbeitstagung von Leben wie zuvor
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Matuschka mit Gipsbüste
:)