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Hier berichten an Brustkrebs erkrankte Frauen von ihren Erfahrungen: leidvollen, aber auch hoffnungsvollen. Die Erfahrungsberichte zeigen, dass wir alle unsere ureigene Art und Weise haben, mit unserer Krankheit umzugehen. Keine ist besser oder schlechter. Wir hoffen, dass auch Ihnen die folgenden Berichte Mut machen und Sie auf Ihrem eigenen Weg bestärken.

Falls Sie einen Erfahrungsbericht beifügen möchten, schicken Sie Ihren Beitrag bitte per E-Mail an gaillard@leben-wie-zuvor.ch.

Die Erfahrungsberichte werden auf Wunsch auch anonym veröffentlicht.

Vielen Dank!



Der Port-a-Cath
Eva E.


Dieses komische Wort habe ich zum ersten Mal vor einigen Jahren ge-hört, als eine schwer krebskranke Frau mir erzählte, sie hätte einen solchen implantiert. Ich fand das damals gruselig und eklig, so einen Fremdkörper in sich zu haben.
Die Jahre vergingen, und meine armen Armvenen protestierten mehr und mehr angesichts der häufigen Stechereien. Neben regelmässigen Aredia-Infusionen hatte ich auch drei Hörstürze und zwei Blasenentzündungen, was immer mit Infusionen verbunden war, und die allererste Krebsbehandlung vor 11 Jahren (nach Brustamputation rechts) war für meinen linken Arm so ruinös, dass die Pflegenden mir einschärften, nie wieder den linken Arm zum Stechen hinzuhalten. Als mir aber vier Jahre später auch die linke Brust amputiert wurde, konnte man darauf keine Rücksicht mehr nehmen, und es wurde bestialisch weitergestochen; bei der Blasenentzündung im Spital war einmal mein ganzer Unterarm grün-blau-violett, weil der Pfleger einfach die Nadel nicht hineinbohren konnte. Da habe ich nur noch geheult am nächsten Morgen (denn er war wie ein Dieb beim Morgengrauen gekommen) und habe gesagt, den möchte ich nie mehr an meinem Bett sehen. Hat zum Glück genützt! – Nun ist seit Februar ein anderes Problem aufgetaucht: Atemnot bei der geringsten Anstrengung. Da alle Welt im vergangenen Winter von Feinstaub sprach, dachten mein Arzt und ich, dass er sich auch in meine Lunge eingenistet hatte.
Aber der Frühling kam, der Feinstaub verschwand aus den Zeitungen und vielleicht auch aus der Luft, und mein Keuchen beim Treppensteigen wurde immer schlimmer, und Velo fahren konnte ich nur noch im ersten Gang bis zum Volg und zur Post. Da war es Zeit für die „Mühle“ (verschiedene Untersuchungen, ihr kennt das!), und es stellte sich heraus, dass mein Problem Lymphangiosis heisst und eine Art von Lungenmetastasen ist. – Wäre es doch der Feinstaub gewesen, den wir alle so ver-teufelt haben (nein, nicht im Ernst…).
Der Onkologe erklärte mir, dass Bestrahlen nicht möglich wäre (zu grossflächig) und Chemo in Tablettenform auch nicht, und dass er mir einen Port-a-Cath empfehle. O Schreck, dieses unheimliche Ding! Der Arzt schickte mich gleich zu einer Schwester, die mir einen Modell-Port zeigte, und der sah aus wie der Deckel einer PET-Flasche mit einem Schläuchlein daran. Mir lief es kalt den Rücken hinunter, während sie mir liebevoll erklärte, wie einfach die Operation wäre und dass man nur eine örtliche Narkose bekäme. Die Vorstellung von diesem Port unter meinem Schlüsselbein war ehrlich gesagt schlimmer als die von den Metastasen in meiner Lunge. Mit dieser Panik ging ich nach Hause – und telefonierte erst einmal ausgiebig mit einer lieben Freundin, die Port-Trägerin ist. Nein, das ist wirklich nicht schlimm, sagte sie, und danach wirst du nie mehr in die Arme gestochen, und das Anstechen des Ports tut überhaupt nicht weh, und es fliesst immer genügend Blut heraus, und sämtliche Infusionen fliessen problemlos hinein. – Sie machte mir Mut, und ich vertraute ihrem Bericht und liess mir den Port einsetzen. Das durfte sogar ein Assistenzarzt unter der Anleitung des Chefs machen, und ich hörte, wie er ihm sagte: Noch ein bisschen weiter schneiden – iiih, so eklig! Dann musste ich noch stundenlang ein Sandsäckchen auf die Narbe legen, dann noch eine Weile einen Eisbeutel – und am Nachmittag war ich wieder zu Hause. Es gab nicht einmal einen Verband, auf der Naht hatte es eine Art Leim, und das genügte. Man hätte die erste Infusion sogar am gleichen Tag machen können; bei mir begann die Chemo zwei Tage später. Und – oh Wunder – es war alles so, wie mir meine Freundin gesagt hatte! Die Einstichstelle musste ich eine Stunde vorher mit einem Betäubungspflaster überkleben, und dann spürte ich wirklich nichts beim Stechen, und mein wunderbares Blut floss in Strömen in die verschiedenen Gläschen, und anschliessend tropfte das Herceptin auch munter in mich hinein.

Mit diesem Bericht möchte ich sagen, dass es sich oft nicht lohnt, Aengste aufzubauen. Wenn man merkt, dass so ein Teufelchen im Anzug ist, ist es am besten, sich so lange zu informieren, bis man Sicherheit gewonnen hat. Dann wächst auch der Mut, sich dem Neuen zu stellen. Und endlich weiss ich auch, wie man dieses Wort Port-a-Cath schreibt, und was es auf Deutsch heisst: Hafen-ein-Katheter (? Ist viel-leicht doch nicht so sinnvoll, es zu übersetzen…)
Eva



Das zweite Leben
Marceline Selm


Die sanfte Massage: Lymphdrainage
Chantal Jauslin


Es liegt an uns!
Bea(trice)


LOOK GOOD - FEEL BETTER
Sabine


LOOK GOOD - FEEL BETTER
Nicole Benz


Aus Zeit
Annina


Das zweite Leben
Claudine


Happy End
Annina


Hoffen und Sehnen
Annina


Ich doch nicht
strizzi


Vor zwanzig Jahren
Marijke


„sich ein Bild machen“
Annina


Ein neues Schnittmuster
Annina D.


Leben - besser als zuvor
Manu


Happy End
Annina


Die Fremde im Spiegel oder die Frau mit der Perücke
Miriam Glass


Meine Chemotricks
Renate


ANNEHMEN KÖNNEN
Therese


Alles wird wieder gut
Annina


Das Ganze war natürlich ein grosser Schock…
Vreni H.


Der Anfang einer kleinen Geschichte
Veronika


Etwas über die Mistel
Eva E.


NARBEN – GEDANKEN
von Madeleine Käslin


Rückblick auf bewegte und bewegende Monate
Elisabeth


leben wie zuvor
Ursula Kessler


CROSSROADS
Sabine


Morgens vor dem Spiegel
EVA


Selbst ist die Frau
Sylvia Brathuhn


Workshop für Engel
Papillon


Aus der Not eine Tugend machen
Nina Lupp


Der eigene Engel
Germaine Neukom


Ein ganz normaler Sommermorgen
Sonja Dreher


Offener Brief an meine Freundin
Papillon


Ich will
Lea


Der Port-a-Cath
Eva E.


Kinder des Krebses
Sandra Wöhe


Aus meinem Tagebuch
Claudine


Zurück ins Leben
Eveline E.


Brustkrebs? – das kriegen nur die anderen!
Beatrice Kern


"Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte"
Erma Bombeck


Die Zahl 13
Lou


Eine schlimme Diagnose
La Donna sempre in giro (alias Solita)


Septemberblau der Himmel
Christa Strasser


Ein ganz normaler Sommermorgen
Sonja D.


Ferien im Champ-Nany (Bresse, Burgund, Frankreich)
Ruth, Sepp, Tobias, Flavia Kiser aus Giswil


Ein ganz normaler Montag
Papillon


Erwachen – aufwachen – wach sein...
Anna-Lena


Wir sind betroffen
Graziella


20 Jahre!!
Jsabella


Bekenntnis zur Selbstachtung
Virginia Satir, Familientherapeutin, USA


Für meine liebe Mutter
Daniela


Genug Zeit
Renate H.


RAT"SCHLÄGE"? – JA. BITTE!
Christa Cerni


Rezidiv
Beatrix


Total dankbar
Nella


Trotz allem ein wunderbares Erlebnis
Hanny G.


Tyrannei von innen
Christa


eine Brust – keine Brust ......
einen Busen – keinen Busen......
Margreth


Am Anfang steht die Entscheidung....
Anna Lena


Ein Brief an Euch alle
Anna Lena


Das weissgraue Pelzchen
Angelika


Eine Liebesgeschichte
Trudi


Föhn – Chemotherapie – Perücken
Elisabeth


Tenorsaxophon
AmaZone


Brustlos glücklich? Oder brustlos und doch glücklich?
Evelyn


Ein kleines Geheimrezept
Ruth
Evelyn Marti:
Matuschka mit Gipsbüste
:)